Erzeugungsanlagen (Photovoltaik, Windkraft, Wasserkraft, Wärme und Speicherung) erzeugen kontinuierliche Telemetriedaten, die von den Betreibern interpretiert und nicht nur protokolliert werden müssen, ohne dass diese Interpretation jemals Autorität über die Anlagensteuerung erlangt. Auf dieser Seite wird dargelegt, wie ein solcher Arbeitsablauf auf inTheEU Assist geplant und ausgeführt werden würde, und es handelt sich nicht um eine Aufzeichnung einer abgeschlossenen Bereitstellung.
Telemetriedaten von Wechselrichtern, Turbinen, Generatoren oder Speichersystemen würden vor Ort erfasst und indiziert und so in ein Wissenspaket eingespeist, das auf den eigenen Mieter des Betreibers zugeschnitten ist. Ein für den Workflow konfigurierter Agent vergleicht aktuelle Messwerte mit der genehmigten Betriebshistorie und schlägt mögliche Anomalien vor, die jeweils an eine bestimmte Anlage gebunden sind und mit dem Status „Vorgeschlagen“ eingegeben werden. Eine Anfrage für eine genauere Inspektion, wie etwa ein geplanter Drohnenflug oder ein Wartungsbesuch, würde dem gleichen vorgeschlagenen bis genehmigten Weg folgen.
Deterministische Anlagensteuerung, Schutzrelais, Turbinen- und Wechselrichtersteuerung, Netzsynchronisation, Notabschaltung würden gänzlich außerhalb dieses Arbeitsablaufs bleiben. Die Plattform würde niemals die Autorität über diese Systeme besitzen, anfordern oder ausführen.
Jede Anomaliemeldung oder Wartungsempfehlung bedarf der ausdrücklichen Genehmigung eines benannten Ingenieurs, bevor sie als festgestellt gilt oder als Reaktion darauf behandelt wird. Dabei handelt es sich nicht um eine Richtlinie, die über dem Workflow liegt. Es ist der Mechanismus, durch den der Workflow überhaupt abläuft: Eine nicht genehmigte Phase führt den nächsten Schritt einfach nicht aus.
Der Workflow zur Kennzeichnung von Anomalien, der Lebenszyklus von der vorgeschlagenen bis zur genehmigten Überprüfung und die unterzeichnete Prüfkette hinter jeder Aktion sind funktionierende Teile der Plattform. Was noch nicht Teil davon ist: ein anlagenspezifisches Modell, das auf der Wechselrichter-, Turbinen- oder Generatortelemetrie eines bestimmten Betreibers trainiert wird, was genau das ist, was ein erster Pilot bauen würde. Anlagensteuerungssysteme bleiben konstruktionsbedingt vollständig außerhalb des Anwendungsbereichs der Plattform. Die Domänenbeurteilung bei einem Energieeinsatz würde durchgehend bei den Ingenieuren des Betreibers verbleiben, und alle anlagenspezifischen Analysefähigkeiten würden gemeinsam mit ihnen entwickelt und nicht als Standardmodell bereitgestellt.
Ein Teil der diesem Funktionsumfang zugrunde liegenden Architektur ist in noch laufenden Einreichungen dokumentiert. Auf dieser Seite wird beschrieben, wofür die Plattform konzipiert ist, und zwar auf einer Ebene, die für die Planung eines Pilotprojekts geeignet ist, und nicht als Implementierungsspezifikation.
Plattformfunktionen und Benutzeroberfläche unterliegen einer kontinuierlichen Verbesserung. Die Beschreibungen in diesem Handbuch spiegeln möglicherweise nicht das genaue Layout oder den Wortlaut der neuesten veröffentlichten Version wider.